Stellungnahme zur Bischofserklärung vom 5. März 2009

Lieblosigkeit und extreme Einseitigkeit schaden der Einheit

Stellungnahme von Propst Dr. Gerald Goesche zur „Erklärung der deutschen Bischöfe zum gegenwärtigen Weg der katholischen Kirche, Hamburg, 5. März 2009“

Die vorliegende Erklärung der deutschen Bischöfe muß sich an ihren eigenen Maßstäben messen lassen. „Stärkung und Erneuerung des kirchlichen Lebens“ kann niemals ohne Wahrhaftigkeit geschehen. Es widerspricht aber eklatant der historischen Wahrheit zu behaupten: „Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich selbst von der katholischen Kirche abgespalten.“ Jeder, der sich auch nur oberflächlich mit der Kirchengeschichte der letzten Jahrzehnte beschäftigt, weiß, daß Priester und Gläubige, denen die Kontinuität in der Entwicklung der Kirche ein besonderes Anliegen war, systematisch an den Rand der Kirche gedrängt wurden.

Das Vorgehen des Papstes zeigt jetzt schon, daß echte Hirtensorge zu einem behutsameren Ton und Verhalten der Oberen der Piusbruderschaft führt. Die „Erklärung der deutschen Bischöfe“ hingegen führt in vier Punkten genau jenen Geist vor, den sie dann im fünften Punkt beklagt: Lieblosigkeit und extreme Einseitigkeit, die der Einheit schadet und spalterisch wirkt. Die Lieblosigkeit wird besonders deutlich, wenn die Oberhirten erklären, es „liegt an der Priesterbruderschaft, das Schisma zu überwinden“. Sie werden durch das väterliche Entgegenkommen Papst Benedikt XVI. beschämt. Der Papst weiß, daß eine kleine und oft hilflose Gruppe der helfenden Hand des Hirten bedarf. Er läßt nach dem Vorbild Christi lieber die 99 Gerechten zurück, um das eine verirrte Schaf zu suchen. Er will Vertrauen wieder aufbauen, das in Jahrzehnten zerstört worden ist. Statt dessen stellt das Dokument offenbar beruhigt fest, daß bisher vieles dagegen spricht, daß es jemals „eine volle Gemeinschaft der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit der katholischen Kirche geben wird“.

Dieses Dokument versucht den Kurs der rücksichtslosen Ausgrenzung jener Katholiken fortzusetzen, die der Welt den ungeschmälerten Reichtum kirchlicher Lehre und kirchlichen Lebens erhalten wollen. Wir müssen beten und daran arbeiten, daß der wärmende Frühlingsgeist eines großen Hirten wie Papst Benedikt XVI. endlich auch die kalten Herzen deutscher Kirchenfunktionäre erwärmt. Dann wird es vielleicht auch für pastoral gesinnte Bischöfe leichter, sich gegen unheilvolle Gruppenzwänge auf der Bischofskonferenz zur Wehr zu setzen.

Dr. Gerald Goesche, Propst


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