EIN FROHES, GNADENREICHES PFINGSTFEST!

hl. Philipp Neri im Chorraum von St. AfraSeit seinem Festtag am 26. Mai schmückt das Bild unseres Patrons, des hl. Philipp Neri, den Chorraum von St. Afra. Aber was hat das mit Pfingsten zu tun? Sehr viel, denn der hl. Philipp ist ein ausgesprochen pfingstlicher Heiliger, und unser Bild zeigt das sehr gut. Der unbekannte Meister, der unser Philippsbild im 17. Jahrhundert schuf, erinnert gleich doppelt - durch die über das Herz gelegten Hände Philipps und durch den etwas geöffneten Kragen - an die große Heiliggeist-Vision, die Philipp mit 29 Jahren, kurz vor Pfingsten 1544, in der Sebastianskatakombe hatte: Philipp sah „eine feurige Kugel in seinen Mund eindringen und spürte dann, wie sich seine Brust über dem Herzen ausweitete. So stark war die Empfindung des inneren Feuers, daß Philipp sich zur Erde warf und rief: „Genug, Herr, genug; ich kann nicht mehr ertragen."

... - Der Oratorianerpater Paul Türks berichtet über die Folgen dieser Erscheinung in seiner sehr lesenswerten Philippsbiographie.

Nun gab es seit dem Pfingstereignis Philipps auch äußere Fakten, die auch Philipp nicht verbergen konnte, so peinlich ihm das oft war. Dazu gehörte vor allem ein Zittern und Schütteln des ganzen Körpers, das sich auf den Stuhl oder die Bank, auf der er kniete, übertrug. Zeitgenossen berichten, daß sich das heftige Pochen seines Herzens den Gegenständen um ihn herum geradezu mitteilte. Wenn er die Messe feierte, fürchtete man, daß er den Wein verschütte, den Kelch umstoße, und er mußte deshalb seine Ellenbogen auf dem Altar abstützen. Eindeutig war, daß dieser ungestüme Herzschlag sich immer dann meldete, wenn „sein Geist sich auf die göttlichen Dinge richtete, und sich wieder beruhigte, wenn er seinen Geist anderem zuwandte", wie sein Arzt Andrea Cesalpino sagte.
Eine andere merkwürdige Eigenschaft kannten seine Zeitgenossen: die innere Glut, die seinen ganzen Körper erhitzte und die Philipp sein ganzes Leben zu schaffen machte. Glut ist hier durchaus wörtlich und körperlich zu verstehen. Es war diese innere Hitze, die ihn auch im Winter mit aufgeknöpfter Soutane gehen ließ. Die Fenster seines Zimmers standen auch im Winter offen, und auf seiner Loggia auf dem Dach verbrachte er ganze Nächte im Freien und betete. Selbst im Winter blieb er dort bis spät und stieg in aller Frühe wieder hinauf. Über diese Wärme, die vom Herzen Philipps ausstrahlte, gibt es viele Zeugnisse, vor allem von Leuten, die später bei Philipp zur Beichte gingen und die Philipp manchmal an sich zog und ans Herz drückte. Die Ärzte, die Philipp in seinem Alter behandelten, rätselten über dieses merkwürdige Phänomen.
Noch mehr aber rätselten sie über eine andere physische Merkwürdigkeit. Philipp hatte nämlich über seinem Herzen eine faustgroße Schwellung, einen regelrechten Tumor, der sich allerdings seit dem Erlebnis in den Katakomben nie mehr veränderte. Obwohl einige der bekanntesten Ärzte der damaligen Zeit Philipp behandelt hatten, wußten sie keine Erklärung. Erst nach seinem Tod stellte u. a. Andrea Cesalpino bei einer Autopsie die Ursache fest. Hier folgen einige Sätze aus seinem Bericht: „Im Jahre 1593 wurde ich gerufen, weil Pater Philipp erkrankt war. Ich stellte einen starken Herzschlag bei diesem Pater fest, hörte, daß es eine alte Sache war und daß er dies bereits seit seiner Jugend hatte. Als ich nach der Ursache suchte und seine Brust untersuchte, fand ich diese sehr vergrößert und einen Tumor dort, wo die kleinen Rippen auf der linken Seite sind, nahe beim Herzen. Beim Tasten merkte ich, daß die Rippen dort angehoben waren ... Die Sache klärte sich nach seinem Tod auf. Als man die Brust öffnete, fand man, daß die Rippen an dieser Stelle gebrochen waren, und zwar die Knochen vom Knorpel abgetrennt. Auf diese Weise war es möglich, daß der Herzschlag Raum hatte, sich zu heben und zu senken. Ich kam zu dem Urteil, daß dies etwas Übernatürliches sei ... Es war ein Mittel Gottes, damit das Herz sich bei seinem heftigen Schlagen nicht an den harten Rippen verletze. So hat er mit diesem Leiden bis in sein außergewöhnlich hohes Alter leben können" (P. P. 1235).
Dieses eigenartige Leiden war für Philipp vor allem eine seelische Belastung. Während seines ganzen Lebens vermied er alles, was nach übernatürlichen Gaben aussehen konnte und was die Neugier, aber auch die Verehrung der Menschen anzieht. Einmal bemerkte er: „All jene, die Visionen und Ekstasen suchen, wissen gar nicht, wonach sie verlangen." Und er selber war unerbittlich streng, wenn jemand glaubte, Visionen zu haben und himmlische Stimmen zu hören.


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