Musik der Kar- und Ostertage

Kreuzigung Christi von Guido Reni

Zum liturgischen Schatz der katholischen Kirche gehört neben der Messe auch die sogenannte Tagzeitenliturgie, oder das Stundengebet. Beides zusammen bildet das Officium, die Gesamtheit aller liturgischen Verrichtungen eines Tages. Getreu der Aufforderung des Paulus „Betet ohne Unterlass“ legt sich das Officium wie ein feines Netz über den Tag und hält so die gesamte Existenz dessen zusammen, der es feiert.

Es beginnt mit der Matutin, auch Vigil genannt, einem zwischen Mitternacht und Morgengrauen angesiedelten Nachtgebet; die Laudes begrüßt mit Lob den neuen Tag, die Messe feiert das Opfer Christi, die Vesper ist das große Abendlob. Ihr verdanken wir die berühmten Magnificatvertonungen der Musikgeschichte, aber auch ein so berühmtes Stück wie das Laudate Dominum von Mozart. Die Komplet schließlich fasst den Tag zusammen und weckt den Gedanken an die Endlichkeit unserer Existenz. Dazwischen siedeln sich noch die sogenannten „kleinen Horen“ an, die Terz um 9, die Sext um 12 und die Non um 15 Uhr.

Die Karmetten

Diese Liturgie erhält nun zu den unterschiedliches Zeiten des Kirchenjahres eine jeweils eigene Prägung. So legt sich in der Trauer um das Leiden und den Tod Jesu eine Betonung des dunkelsten der Stundengebetsteile nahe, der Matutin. Am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag wird sie daher als Trauermette, oder als Tenebrae „Düstermette“ gebetet bzw. gesungen. Diese Karmetten bestehen aus Psalmen, Responsorien, also Antwortgesängen und Schriftlesungen. An jedem der drei genannten Tage gibt es jeweils drei Abschnitte, sogenannte Nokturnen, denen dann noch die Laudes folgen. Häufig wurden die Texte der Karmetten mehrstimmig vertont, u.a. von Palestrina, Tallis, Gesualdo und vor allem Tomas Luis de Victoria.

Die Karmetten des Jahres 2013 im Institut St. Philipp Neri werden in der gregorianischen Urform erklingen.

Gründonnerstag, 28.3. 8.30 Uhr - Karmetten zum Gründonnerstag
Karfreitag, 29.3. 8.30 Uhr - Karmetten zum Karfreitag
Karsamstag, 30.3. 8.30 Uhr - Karmetten zum Karsamstag

Mitglieder der Choralschola St. Philipp Neri, Geistliche des Institutes St. Philipp Neri
Einstudierung: Prof. Jochen Großmann

Kirchenmusik an Karfreitag und Ostern

Karfreitag, 29.3. 2013, 15 Uhr:

Vokalmusik zur Liturgie vom Leiden und Sterben Christi
Werke von Tomas Luis de Victoria und Quirino Gasparini
Palestrina-Ensemble-Berlin
Leitung: Regens chori Martin Kondziella

Ostersonntag, 31.3. 2013, 10.30 Uhr:

Österliche Chor- und Orgelmusik von Tomas Luis de Victoria, Horatio Tarditi, Fabio Fresi, William Byrd und Charles Marie Widor
Susanne Wilsdorf, Sopran
Christoph Burmester, Tenor
Tobias Hagge, Bass
Ruben Fischer, Theorbe
Leitung und Orgel: Regens chori Martin Kondziella


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