Ein Adlerpult in St. Afra

adlerpult iSeit dem österlichen Triduum vervollständigt ein neogotischer Ambo in Form eines majestätischen Adlers den Chorraum von St. Afra. Geschaffen in England um 1870, paßt er genau zu unserem Chorgestühl, das etwas später – 1891 – in einer Werkstatt in „München-Gladbach“ (so die seitliche Inschrift) entstand. Ebensogut harmoniert der Ambo mit dem großartigen Prospekt unserer Hill-Orgel.

Angesichts unserer wirtschaftlichen Situation mag es unvernünftig erscheinen, so eine Anschaffung zu tätigen, ohne vorher die notwendigen Mittel angespart zu haben. Dazu ist zweierlei zu sagen: Dieser wunderbare Ambo als würdiger Ort für die Auslegung des Wortes Gottes war eine einmalige Gelegenheit, die so auf dem Antiquitätenmarkt nur sehr selten begegnet. Auf der anderen Seite vertrauen wir unbeirrbar auf die göttliche Vorsehung und sind zuversichtlich, daß Gott unser Bemühen und unsere Wagnisse belohnen wird: Denn St. Afra wächst immer mehr der vollendeten Gestalt entgegen, die ohne Worte zwei urkatholische Maximen verkörpert: „Nichts soll dem Gottesdienst vorgezogen werden“ und „Alles zur größeren Ehre Gottes“! Hinzu kommt als positiver Nebeneffekt für unsere Freunde und Wohltäter, daß sie nicht die „Katze im Sack“ kaufen müssen, sondern zuvor in Augenschein nehmen und begutachten können, wofür sie ihre Spende geben.

adlerpult iiAm vergangenen Sonntag kam denn auch ein Gläubiger auf Pater Piranty zu. Es sei für ihn, so schwärmte er, eine große Freude, beobachten zu können, wie jedes Jahr etwas Neues in St. Afra dazukomme und dadurch unsere Kirche, die für so viele zur geistlichen Heimat geworden ist, immer schöner werde. Und er fügte hinzu: Falls irgendwann einmal die Zeit reif sei, die sechs passenden neuen Leuchten anzuschaffen, die wir uns seit langem für das Hauptschiff von St. Afra wünschen, so werde er sehr gerne eine davon spendieren!

In diesem Sinne hoffen wir, daß auch andere, die an der allmählichen Vervollkommnung von St. Afra ihre Freude haben, einen Beitrag zu diesem Werk leisten: zur größeren Ehre Gottes – ad majorem Dei gloriam!

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Stichwort: Adlerpult

Lesen Sie im Folgenden mehr zur Symbolik des Adlerpultes in St. Afra.

adlerpult iiiWie der Adler sich in die Lüfte erhebt, so steht Christus glorreich von den Toten auf und fährt zum Himmel empor. Das Adlerpult von Sankt Afra (England 1870) ruht auf achteckigem Sockel, der den ersten Tag der neuen Schöpfung nach den sieben Wochentagen der ersten Schöpfung versinnbildlicht. Dieser verjüngt sich zu einem vierseitigen Pfeiler, in dessen Nischen die vier Evangelisten Gottes Wort in die Himmelsrichtungen verkünden. Auf dem kugel­förmigen, Welt und Kosmos symbolisierenden Ab­schluß breitet der Adler seine Schwingen aus: ein Bild für Christus, den siegreichen König, der durch Seinen Opfertod das ewige Leben erwirbt. Ihm ähnlich sind alle, die den alten Menschen in der Taufe und dann in der Erneuerung durch das Bußsakrament begraben. Sie haben teil an der Auferstehung des Herrn.

Wie der Adler seine Jungen beschirmt, so hütet Gott Sein Volk und schenkt ihm Sein Wort. Der Adler ist aber nicht nur ein Bild Gottes, der Sein Volk rettet, und ein Bild Christi, der diese Rettung vollendet. Er ist auch das Attribut des Evangelisten Johannes, dessen Evangelienprolog am Ende jeder Messe auf der Seite des Altares gebetet wird, auf dem nun auch der Adler mit scharfem Auge die Höhe und Tiefe des Ge­heim­nisses des fleischgewordenen Wortes schaut. Der Jünger, der unter dem Kreuz stand und als erster am Grab war, ist rein und stark genug, gleich dem Adler in die Sonne zu schauen. Er sieht und verkündet der Kirche die Herrlichkeit des Auferstandenen „voll der Gnade und Wahrheit – plenum gratiæ et Veritatis“.


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