Buchvorstellung: Gute Ehen werden in der Hölle geschlossen

gute-ehen-werdenAm Freitag, den 5. Juni 2015 um 19.30 Uhr, stellte der Autor und Theologe Alfred Sobel sein neues Buch vor: „’Gute Ehen werden in der Hölle geschlossen’ – das wilde Leben des Künstlerpaares Hugo Ball und Emmy Hennings zwischen Dadaismus und Glauben“. Es ist die Geschichte eines Künstlerpaares auf dem Weg zu Gott. Gut 40 Zuhörer hatten sich eingefunden um den Ausführungen zu lauschen. Anschließend gab es bei Wein und Käse einen angeregten Austausch.

„Es lebe der Kommunismus und die katholische Kirche!“ Mit solchen ketzerischen Sätzen hat der Expressionist Hugo Ball (1886–1927) seine Umwelt regelmäßig schockiert. Der Erfinder der Kunstbewegung „Dadaismus“ Hugo Ball und seine Frau Emmy Hennings (1885–1948) gehören heute zu den vergessenen Namen der deutschen Literatur und des Katholizismus. In seiner Doppelbiographie beschreibt Alfred Sobel das außergewöhnliche Leben dieses Künstlerpaares.

sobel 21914 ist Emmy Hennings Star der Münchener Bohème mit erotischer Ausstrahlung, unbändigem Lebenshunger und dem Hang zur Religiosität. Sie liebt Männer und Frauen und ihr loser Lebenswandel bringt sie mehrfach ins Gefängnis. Der Schriftsteller Hugo Ball verliebt sich in die Sängerin und gemeinsam emigrieren sie im Ersten Weltkrieg in die Schweiz, wo sie in großer Not leben und eine wilde Ehe führen. Als Emmy eine Affäre beginnt, verfolgt Hugo sie mit einem Revolver in der Tasche. Er gewinnt sie zurück und ermutigt sie, über eigene Erfahrungen mit Prostitution, Drogen und Inhaftierungen zu schreiben. „Ich finde es unanständig, vorsichtig zu leben, ich kann es nicht“, faßt Emmy Hennings ihr Leben zusammen. Beide veröffentlichen mehrere Bücher.

Der Freigeist Hugo Ball wendet sich ab 1920 aufgrund mystischer Erlebnisse und unter dem Einfluß seiner Frau Emmy, einer Konvertitin, wieder dem katholischen Glauben zu und entwickelt sich zu einem bemerkenswerten geistlichen Schriftsteller. Das exzentrische Paar heiratet 1920 und lebt eine turbulente Ehe, die aus einer Kombination von Liebe, Glaube und Künstlertum besteht, wie man sie selten findet. Hugo Ball stirbt 1927. Für seine Frau wird die Ehe mit Hugo Ball, die für Sie mit dem Tod innerlich nicht endet, in den mehr als zwanzig folgenden Lebensjahren zu einem zentralen Thema ihres schriftstellerischen Schaffens.


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