Hl. Johannes von Gott, Bekenner

Der hl. Johannes v. Gott lebte im 16. Jahrhundert. Er wurde 1630 von Papst Urban VIII. heiliggesprochen. Sein Feiertag ist der 8. März.

Lesungen:

Johannes von Gott wurde von frommen katholischen Eltern in der Stadt Montemajor a Novo im Königreich Portugal geboren. Zu welch hohem Beruf er von Gott bestimmt war, zeigte sich schon im Augenblick seiner Geburt ein ungewöhnlicher Glanz über seinem Hause und ein feierliches Glockengeläute, das ganz von selbst einsetzte. Von einer etwas freien Lebensweise wurde er von der Gnade Gottes zurückgerufen und von da ab war er ein Muster großer Heiligkeit. Durch eine Predigt fühlte er sich so stark zum Guten hingezogen, daß er schon bei Beginn seines heiligeren Lebens die Vollkommenheit und Vollendung erreicht zu haben schien. Sein ganzes Vermögen verteilte er an die im Kerker schmachtenden Armen und wurde nun ein Schauspiel wunderbarer Buße und Selbstverleugnung für das ganze Volk. Von vielen jedoch wurde er für wahnsinnig gehalten und schwer angegriffen und sogar ins Irrenhaus gebracht; Johannes aber entbrannte nur noch mehr von heiliger Liebe. Er errichtete in Granada mit Hilfe milder Gaben zwei große Krankenhäuser, gründete einen neuen Orden und schenkte so der Kirche die neue Genossenschaft der Barmherzigen Brüder, die mit großem Gewinn für Leib und Seele den Kranken dienen; sie sind überall in der Welt verbreitet. (4. Lesung)

Arme Kranke trug er manchmal auf seinen eigenen Schultern nach Hause und ließ ihnen nichts an Leib und Seele fehlen. Seine Liebe erstreckte sich auch über die Mauern seines Krankenhauses hinaus auf die bedürftigen Witwen und namentlich gefährdete Jungfrauen, denen er heimlich Lebensmittel zuwandte und bei denen er sich rastlos bemühte, die Fleischeslust, wenn sie davon befallen waren, zu ertöten. Als einst im königlichen Krankenhause zu Granada eine furchtbare Feuerstbrunst ausbrach, sprang Johannes furchtlos in das brennende Gebäude, eilte darin hin und her, bis er alle Kranken entweder auf seinen Schultern herausgetragen oder sie in ihren Betten an den Fenstern heruntergelassen und so vor dem Feuer gerettet hatte. Eine halbe Stunde lang weilte er so mitten in den ungeheuren Flammen, dann kam er mit Gottes Hilfe zum Staunen aller Leute unversehrt heraus; so gab er ein Beispiel der Liebe und zeigte, daß das Feuer, das um ihn herum brannte, weit schwächer war als jenes, das in seinem Innern loderte. (5. Lesung)

Er zeichnete sich besonders durch vielseitige strenge Abtötung, durch ganz untertänigen Gehorsam, durch große Armut, durch Eifer im gebet, durch Betrachtung der göttlichen Dinge und durch fromme Verehrung der heiligen Jungfrau aus. Auch besaß er die Gabe der Tränen. Schließlich wurde er von einer schweren Krankheit ergriffen, empfing fromm und andächtig die Sakramente der Kirche und, obschon er bereits ganz entkräftet war, zog er seine Ordenskleidung an, erhob sich vom Bett, fiel auf die Knie nieder und umfaßte mit der Hand und dem Herzen das Kruzifix und starb so im Frieden des Herrn am 8. März 1550. Auch nach dem Tode hielt er das Kreuz noch fest umschlungen und ließ es nicht los; in dieser Stellung verharrte er wunderbarerweise ungefähr sechs Stunden lang; die ganze Stadt konnte ihn so sehen; dann nahm man ihn erst weg. Sein Leichnam verbreitete einen wundervollen Wohlgeruch. Vor und nach seinem Tode wurde er durch viele Wunder verherrlicht. Darum nahm ihn Papst Alexander VIII. in die Zahl der Heiligen auf. Leo XIII. bestellte ihn auf Wunsch der Bischöfe der katholischen Welt auf Vorschlag der Ritenkongregation zum himmlischen Patron aller Krankenhäuser und aller Kranken, die darin liegen, und ordnete an, daß sein Name in der Litanei für die Sterbenden angerufen werde. (6. Lesung)

Oration:

Gott, Du hast den heiligen Johannes in seiner großen Liebe zu Dir mitten durch die Flammen unversehrt hindurchschreiten lassen und hast durch ihn Deine Kirche um einen neuen Orden bereichert; verleihe uns Kraft seiner Verdienste, daß durch das Feuer Deiner Liebe unsere Fehler getötet und uns Heilmittel für die Ewigkeit zuteil werden; durch unsern Herrn.


Das Institut baut auf Ihre Spende

  • Ihre Spende per Überweisung:

    Freundeskreis St. Philipp Neri e.V.
    Bank für Sozialwirtschaft
    Kontonummer: 1202100
    Bankleitzahl: 10020500
    IBAN: DE53100205000001202100
    BIC: BFSWDE33BER

  • Ihre einmalige Spende per Lastschrift:

    über unser Spendenformular bei der Bank für Sozialwirtschaft:

  • Ihre regelmäßige Spende per Lastschrift:

    über unser Lastschriftformular können Sie uns leicht regelmäßig unterstützen.
    Bitte füllen Sie das ausgedruckte Formular aus und senden Sie es uns zu.

  • Ihre Spende per PayPal:

    Wenn Sie ein PayPal-Konto haben, können Sie uns auch über diesen Dienst etwas zukommen lassen. Für Spender aus dem Ausland ist das sogar ein besonders praktischer Weg. Hier unsere PayPal-Verbindung.

Ohne Ihre Hilfe geht es nicht!