Hl. Augustinus v. Hippo

Der hl. Augustinus lebte von 354 bis 430 im heutigen Tunesien. Als einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der christlichen Spätantike hat er das Denken des Abendlandes wesentlich geprägt. In der Kirche des Westens wird der hl. Augustinus seit Alters her als Kirchenvater geehrt - in den Kirchen des Ostens sind seine Lehren bis auf den heutigen Tag umstritten. Sein Feiertag ist der 28. August.

Lesungen:

Augustinus wurde zu Tagaste in Afrika von ehrbaren Eltern geboren. Schon als Knabe übertraf er sie alle an Wissen. Als Jüngling, als er zu Karthago weilte, geriet er in die Irrlehre der Manichäer. Später kam er nach Rom; von da wurde er als Lehrer der Beredsamkeit nach Mailand gesand. Dort hörte er häufig den Bischof Ambrosius. Unter dessen Einfluß wurde er für den katholischen Glauben gewonnen und im Alter von 33 Jahren von ihm getauft. Er kehrte nach Afrika zurück; mit frommen Studien verband er ein heiligmäßiges Leben. Von Valerius, dem Bischof von Hippo, dessen Heiligkeit bekannt ist, wurde er zum Priester geweiht. In dieser Zeit gründete er eine Vereinigung von Ordensleuten, führte mit ihnen ein gemeinsames, einheitliches Leben und leitete sie mit aller Sorgfalt zur Lebensweise und zur Lehre der Apostel an. Da die Irrlehre der Manichäer sich immer weiter ausbreitete, begann er einen heftigen Kampf gegen sie und widerlegte Fortunatus, den Führer dieser falschen Lehre. (4. Lesung)

Durch die Frömmigkeit Augustins veranlaßt, erwählte Valerius ihn zum Gehilfen in seinem bischöflichen Amte. Niemand war demütiger, niemand enthaltsamer als er. Bescheiden war seine Lagerstätte und seine Kleidung, einfach seine Mahlzeit; diese würzte er stets durch fromme Lesung oder Unterredung. Seine Liebe zu den Armen war so groß, daß er, als er sonst keine Möglichkeit mehr hatte, sogar die heiligen Kirchengeräte zerbrach, um ihnen in ihrer Not zu helfen. Das Zusammenleben und den Umgang mit weiblichen Personen, selbst mit seiner Schwester und seiner Nichte vermied er; er sagte, wenn auch verwandte Frauen nicht verdächtig seien, so könnten doch die, die sie häufig besuchen, Verdacht erregen. Er ließ nie ab, das Wort Gottes zu verkünden, außer wenn er von schwerer Krankheit heimgesucht wurde. Ohne Unterlaß verfolgte er durch Wort und Schrift die Irrlehrer; er ließ sie nirgends hochkommen und säuberte Afrika zum großen Teil von dem Irrtum der Manichäer, der Donatisten, Pelagianer und anderer Irrlehrer. (5. Lesung)

Er schrieb viele fromme, scharfsinnige, inhaltsreiche Bücher und erklärte in vorzüglicher Weise die christliche Lehre. Ihm vor allem folgten alle, die später das theologische Wissen systematisch darlegten. Als die Vandalen Afrika verwüsteten und Hippo schon 3 Monate lang belagerten, fiel er in Fieber. Er fühlte sein Ende nahen, ließ die Bußpsalmen Davids vor seinen Augen an die Wand heften und las sie unter vielen Tränen. Er pflegte zu sagen: Niemand dürfe es wagen, ohne Buße aus dieser Welt zu scheiden, auch wenn er sich keiner Sünde bewußt wäre. Bei vollem Bewußtsein, in Gebet versunken, ging er so im Beisein seiner Brüder, die er zur Liebe, zur Frömmigkeit und zu allen Tugenden ermahnte, in den Himmel ein. Er wurde 76 Jahre alt und war 36 Jahre lang Bischof. Sein Leib wurde zuerst nach Sardinien gebracht, dann wurde er vom Langobardenkönig Luitprand um eine hohe Summe losgekauft und nach Pavia übertragen und dort ehrenvoll beigesetzt. (6. Lesung)

Oration:

Allmächtiger Gott, steh unseren Bitten zur Seite; da Du uns Vertrauen schenkst auf Deine Vatergüte, auf die wir hoffen dürfen, schenke uns nun auf die Fürsprache Deines heiligen Bekenners und Bischofs Augustinus hin gütig auch die Wirkung Deiner gewohnten Barmherzigkeit; durch unsern Herrn.


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