St. Afra - eine Kirche im Hinterhof

Blick in die Kirche Zustand Februar 2008Kommt man zum ersten Mal aus dem dunklen Kreuzgang über den Aufgang in die Kirche, erlebt man eine große, helle Überraschung: Ein dreischiffiger neugotischer Bau mit einem großen Altarraum, wie geschaffen für die würdige Feier eines Levitierten Hochamtes. Durch die farbigen Fenster fällt gefiltertes Licht in den Raum - hier spürt man nichts mehr von der Lage mitten in der Stadt und mitten im Block, hier fällt es leicht, den Blick und die Seele nach oben zu erheben. In Haupt ­und Seitenschiffen faßt unsere Kirche etwa dreihundert Personen; die dreiseitige Empore bietet neben der Orgel vielleicht noch einmal hundertfünfzig weiteren Besuchern Platz - wir sind auf Zuwachs eingerichtet. 120 Gottesdienstteilnehmer erreichen wir heute schon an guten Sonntagen.

St. Afra hat, wie fast alle Berliner Kirchen, eine lange und leidvolle Geschichte von Renovierungen hinter sich. Immerhin haben sich in den Seitenschiffen wenigstens noch die alten "Nebenaltäre" erhalten und tragen dazu bei, daß St. Afra die "katholische Atmosphäre" ausstrahlt, die man in vielen neuerbauten oder konsequent modernisierten Kirchen so schmerzlich vermißt.

Das alte Photo zeigt die Höhe des Kirchenschiffs und den mächtigen HauptaltarUrsprünglich war die 1897/98 errichtete Kirche in moderner Bauweise, aber in neugotischen Formen ausgeführt und im Stil der Jahrhundertwende ausgemalt. Nur wenige Photos geben uns zumindest eine Ahnung vom früheren Zustand. Die bunten traditionellen Kirchenfenster fielen wohl schon dem Bombenkrieg zum Opfer. Die ursprüngliche Ausmalung und der reiche Figurenschmuck, die den Krieg weitgehend überstanden hatten, wurden in den 50er Jahren wegrenoviert. Zuerst wurde der Hochalter seiner mächtigen Retabel beraubt, dann verschwand auch der alte Altartisch samt Predella und wurde durch einen marmornen Volksaltar ersetzt. Von der Kanzel und der Predella des Hochaltars und seiner beeindruckenden Kreuzigungsgruppe hat sich auch nicht ein einziges Stück erhalten.

Damit wollen wir uns aber nicht zufrieden geben. Mit Gottes und unserer Freunde Hilfe gehen wir daran, die Ausstattung allmählich wieder zu ergänzen. Wie man auf dem oberen Bild sehen kann, sind einige ganz wesentliche Schritte bereits gelungen: Die Firma Vössing, die Kirchenausstattungen herstellt, hat uns einen wunderbaren Kreuzweg und eine hervorragend passende Kommunionbank gebaut. Vor allem aber ist es uns gelungen, einen im Gesamteindruck dem früheren Stand nahekommenden Hochaltar vor der andernorts drohenden Verschrottung zu bewahren. Der Altar wurde von Vössing renoviert und an der ihm zukommenden Stelle im Chor aufgestellt. Es bleibt noch viel zu tun, aber so bietet St. Afra doch wieder beste Voraussetzungen für die würdige Feier der Liturgie im alten Ritus.


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