Die Heiligen des Breviers

Wir haben uns etwas vorgenommen: Für jeden Tag des Jahres, an dem das alte Brevier (d. h. vor den Kürzungen der 60er Jahre) einen Heiligen oder ein Fest verzeichnet, wollen wir die Lesungen aus Matutin und gegebenenfalls der Vesper hier zusammenstellen. Für später denken wir daran, die Tage durch Aufnahme der Heiligen aus dem Martyrologium oder Berichte aus anderer Quellen anzureichern - die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

In einem eingerückten Vorspann zum Text der Lesung(en) teilen wir einige Informationen zur Geschichte des Festes und zur geographischen und zeitlichen Einordnung mit - nicht jeder weiß, daß die in den Lesungen vorkommenden Angaben wie "Er erlitt das Martyrium zur Zeit Kaiser Mark Aurels in Kilikien" bedeutet, daß der Heilige in der zweiten Hälfte des 2. Jh. in der heutigen Türkei starb.

Die Heiligen in Wort ..

Die Texte des traditionellen Breviers, die teilweise sehr alt sind, mögen in manchem den Anforderungen einer neuzeitlichen Geschichtsschreibung nicht genügen. Niemand ist gehalten, alles, was darin steht zu glauben. Aber jahrhundertelang haben die Lehrer der Kirche, ihre Priester und Bischöfe, ihre Künstler und ihre Gläubigen das, was dort berichtet wird, von ganzem Herzen für wahr gehalten. An diesen Vorbildern haben Sie ihr Bild vom Leben in der Welt geschult, ihr Gewissen geschärft, ihre künstlerischen und literarischen Werke ausgebildet. Und das waren keine schlechten Maßstäbe - auch da nicht, wo die Berichte sich nur undeutlich aus dem Nebel der Legenden herausheben.

Ohne die Kenntnis dieser Berichte vom Leben der Heiligen wird es schwerer fallen, an der im Neuerungsrausch des letzten Jahrhunderts vielfach verloren gegangenen Tradition der Kirche wieder anzuknüpfen, die alten Bilderwelten wieder zu verstehen und eine Entwicklung in Kontinuität an die Stelle des gewaltsamen Bruches zu setzen.

... und in Bildern

Mit der Wiedergewinnung dieser Texte verbinden wir ein zweites Ziel: Zur Illustration der Lebensbeschreibungen wollen wir Bilder der Heiligen in Gemälden und Plastiken aus Berlin und seinem weiteren Umland in Brandenburg und darüber hinaus zusammentragen. Hier liegen Schätze verborgen, die teils seit der Reformation, teils seit der deutschen Teilung 1945, aus dem Bewußtsein vieler Katholiken entschwunden sind. Sie gilt es, wieder ins Bewußtsein zu heben.

Natürlich überfordert das unsere Kräfte bei weitem. Wir bitten daher alle, die etwas beizutragen hätten, uns bei der Suche nach geeigneten Bildern zu unterstützen: Durch Hinweise auf geeignete Literatur, auf Kirchen und Museen, durch Zusendung von Photos und was Ihnen sonst noch Hilfreiches einfällt.

Damit wir nicht ganz ohne Bilder auskommen müssen, werden wir zunächst mit Bildern aus der ganzen Christenheit illustrieren - aber in schwarz-weiss. Farbe bleibt den Bildern aus der Region vorbehalten. Helfen Sie uns, daß es auch auf möglichst vielen unserer Seiten so vielfarbig zugeht, wie wir uns den Himmel der Heiligen mit Recht vorstellen können.

Unsere Grundlagen

Grundlage unserer Texte und des Kalendariums ist das Breviarium Romanum - Edition Tertia Juxta Novam Typicam - das uns in einer Ausgabe von 1957 vorliegt. Die zum Gebrauch in der Forma Extraordinaria approbierte Fassung des Breviers von 1961, die auf das Motu Proprio "Rubricarum Instructum" Johannes XXIII. von 1960 zurückgeht, war für unsere Zwecke nicht geeignet, weil sie die historisch weniger präzise fassbaren Heiligen zwar noch kommemoriert, ihre Lesungen jedoch stark gekürzt oder ganz gestrichen hat. Doch genau um diese Lesungen geht es uns: Das alte Brevier enthielt in seinen Nokturnen insgesamt 9 Lesungen, und im Mittelpunkt dieser Lesungen standen regelmäßig Berichte aus der Tradition bzw. Predigten der Väter zum Thema des Tages.

Mit wenigen Ausnahmen legen wir für die Texte die deutsche Übersetzung von Johann Schenk, die im Jahr 1937 bei Pustet in Regensburg erschienen ist, zugrunde. Wo dieses Werk "neuere" Heilige (wie z.B. den erst 1925 kanonisierten Petrus Canisius) noch nicht berücksichtigt, greifen wir auf das deutsche Brevier von Peter Morant (1965) zurück, das zwar bei den "alten" Heiligen bereits im Sinne von 1961 gekürzt ist, bei mehreren erst im 20. Jahrhundert zur Ehre der Altäre erhobenen Heiligen jedoch den vollen Text des lateinischen Breviers bietet. In Not- und Zweifelsfällen haben wir auch selbst übersetzt.

Wir fangen am 1. September mit den Heiligen des Monats September an und hoffen, unser Projekt jeden Monat um die entsprechenden Heiligen erweitern zu können.


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