Tradition

Priester und Assistenz knien vor dem Altar mit dem allerheiligsten SakramentDie Tradition ist mit der hl. Schrift für uns Katholiken die Quelle unseres Glaubens. Ohne die Tradition wüßten wir noch nicht einmal, welche Bücher wir zur hl. Schrift rechnen sollten. Und das ist nur ein Punkt von vielen, in denen wir uns auf die Kirchenväter der frühen Jahrhunderte stützen, die teilweise Schüler von Schülern der Apostel waren und so den denkbar lebhaftesten Eindruck von dem hatten, was Jesus seine Jünger gelehrt hat.

Seit den frühesten Zeiten trafen sich die Väter der Kirche auf Ratsversammlungen (Konzilien), um Fragen zu klären oder auch Streitigkeiten zu schlichten - zum erstenmal auf dem Apostelkonzil von Jerusalem etwa 15 Jahre nach Kreuzigung und Auferstehung des Herrn Jesus Christus. Die bis jetzt 21 Konzilien haben manchmal heftige Diskussionen über Fragen geführt, die dann schon wenige Jahrzehnte später erledigt waren und kaum noch verstanden wurden. In anderen, wichtigeren Punkten haben sie Entscheidungen getroffen, die nie wieder angezweifelt wurden - zumindest nicht von denen, die Mitglieder der Kirche waren und sein wollten. So entstand ein ungebrochener Fluß der Tradition, der uns auch heute einen sicheren Maßstab dafür gibt, wie wir mit Fragen umgehen sollen, die uns die Gegenwart neu oder doch in neuer Form stellt.

Neben dieser „großen“ Tradition, die in Dogmen und Enzykliken, päpstlichen Lehrschreiben und den Schriften der Kirchenlehrer festgehalten und ausgedrückt ist, gibt es die "kleine" Tradition, die in scheinbar weniger wichtigen Einzelheiten das Glaubensleben und das katholische Leben allgemein prägt - und die doch viel und - wie sich inzwischen herausgestellt hat - unentbehrliches dazu beiträgt, die „große“ Tradition im Alltag zu verankern und lebendig zu erhalten. Dazu gehören Gebete und Gebetsformen, fromme Gewohnheiten, Wallfahrten, Weihwasser und Medaillen, hunderterlei. Manches davon ist sehr unterschiedlich ausgeprägt je nach Ort und Zeit, anderes bleibt sich seit Jahrhunderten gleich und hat sich über die ganze Welt ausgebreitet.

Ganz zentral ist für uns die Verehrung der Heiligen. Oft wird so getan, als ob die Heiligen den Ablauf des Kirchenjahres stören oder den Glanz des Herrenjahres vermindern würden. Das stimmt nicht. Sie verkörpern das Leben der Kirche in seiner ganzen menschlichen und geistigen Vielfalt. Sie sind Sinnbilder der Inkarnation und starke Zeichen dafür, daß unser Glaube eben kein abstraktes Prinzip ist.

Das Institut bildet einen Ort, an dem der ganze Reichtum der Tradition, der ganze eigene Rhythmus und die eigenen Schwerpunkte des Kirchenjahres zum Ausdruck kommen - ganz unabhängig davon, was staatliche Feiertage sind oder was die allgemeinen Arbeitszeitregelungen nahelegen. Es will aber auch ein Ort sein, an dem Elemente der Volksfrömmigkeit gepflegt oder wiederbelebt werden können - unser Glaube lebt nicht nur von den Erzeugnissen theologischer Fakultäten; manchmal hat man eher den Eindruck, daß er davon zugrunde gerichtet wird.


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