Hl. Justinus, Märtyrer

Der hl. Justinus starb um das Jahr 166 in Rom den Martyrertod; sein Feiertag ist der 14. April.

Lesungen:

Darstellung nach einem alten WandbildJustinus, der Sohn des Priskus, stammte aus einer griechischen Familie zu Flavia-Neapolis im syrischen Palästina. Seine Jugend verbrachte er mit dem Studium aller Wissenszweige. Mann geworden, trat er aus Liebe zur Philosophie, um die Wahrheit zu finden, allen philosophischen Schulen, die es damals gab, bei und prüfte ihre Lehren. Doch er fand überall nur trügerische, falsche Weisheit. Auf eine himmlische Erleuchtung hin- es erschien ihm nämlich ein unbekannter, ehrwürdiger Greis und belehrte ihn- nahm er die Philosophie des wahren christlichen Glaubens an. Tag und Nacht hatte er nun die Bücher der Heiligen Schrift in der Hand, und bei der Betrachtung dieser Bücher entbrannte so sehr das göttliche Feuer in seiner Seele, daß er mit der Hilfe der guten Vorbildung, die er genossen, sich eine überragende Kenntnis von Jesus Christus erwarb und viele Bücher schreiben konnte, um den chriustlichen Glauben zu erklären und weiterzuverbreiten. (4. Lesung)

Unter den Werken Justins ragen besonders die beiden Schriften zur Verteidigung des Glaubens hervor; vor dem versammelten Senat überreichte er sie dem Kaiser Antonius Pius und dessen Söhnen und ebenso dem Markus Antonius Verus und Lucius Aurelius Kommodus, welche die Anhänger Christi grausam verfolgten; ebenso trat er in einem mündlichen Vortrag entschieden für den Glauben ein und erreichte, daß durch ein kaiserliches Edikt dem Morden der Christen Einhalt geboten wurde. Justinus selbst aber fand keine Schonung. Auf Grund einer falschen Anklage des Zynikers Kreszenz, dessen lasterhaftes Leben er bloßgestellt hatte, wurde er von den Häschern festgenommen und vor den römischen Statthalter Rustikus geführt. Als dieser ihn fragte, welches denn die Lehre der Christen sei, legte er vor vielen Zeugen volgendes Bekenntnis ab: Die wahre Lehre, an der wir Christen treu festhalten, ist diese: Wir glauben an einen Gott, den Bildner und Schöpfer aller Dinge, die man sehen kann, und auch derer, die man mit den Augen des Leibes nicht sehen kann; ferner glauben wir an den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, der einst von den Propheten vorher verkündet wurde, der einst wiederkommen wird als Richter aller Menschen. (5. Lesung)

Justinus hatte in seiner ersten Verteidigungsschrift, um den Vorwürfen der Heiden entgegenzuteten, öffentlich dargelegt, wie die Christen zum Gottesdienst sich versammeln und welche Geheimnisse bei diesen Zusammenkünften gefeiert werden; deshalb fragte ihn der Statthalter, wo denn er und die übrigen Christen in Rom zusammenkämen. Justinus aber wollte das Heilige und die Brüder nicht den Hunden preisgeben und nannte ihm darum die Orte ihrer Zusammenkünfte nicht, sondern gab nur seine Wohnung an, wo er sich aufzuhalten und seine Schüler zu unterrichten pflegte; es war bei der berühmten Kirche des Pastor im Hause des Pudens. Schließlich ließ der Statthalter ihm die Wahl, ob er den Göttern opfern oder am ganzen Körper gegeißelt werden wollte. Darauf erklärte der unbesiegbare Anwalt des Glaubens, es sei stets sein heißester Wunsch gewesen, leiden zu dürfen für den Herrn Jesus Christus; von ihm erhoffe er sich dafür einen Reichen Lohn im Himmel. Da verurteilte ihn der Statthalter zum Tode. So vergoß der bewunderungdwürdige Philosoph, nachdem er gegeißelt worden, unter Lobpreis Gottes um Christi willen sein Blut und errang sich eine ruhmvolle Martyrerkrone. Einige Gläubige nahmen heimlich seinen Leichnam und bestatteten ihn an einem würdigen Ort. Papst Leo XIII. ordnete die Feier des Stundengebetes und der messe zu seiner Ehre für die ganze Kirche an. (6.Lesung)

Oration:

Gott, Du hast durch die Torheit des Kreuzes den heiligen Märtyrer Justinus in wunderbarer Weise die alles überragende Weisheit Jesu Christi gelehrt; verleihe uns auf seine Fürsprache, daß wir jeden trügerischen Irrtum von uns weisen und Festigkeit im Glauben erlangen; durch unsern Herrn.

Kommemoration der hll. Märtyrer Tiburtius, Valerian und Maximus:

Lesung:

Valerian war aus Rom und stammte aus einem vornehmen Geschlecht. Zur Zeit des Kaisers Alexander Severus ließ er sich auf das Zureden der heiligen Jungfrau Cäcilia, seiner ebenbürtigen Gattin hin, zusammen mit seinem Bruder Tiburtius vom heiligen Papst Urban taufen. Als der Stadtpräfekt Almachius erfuhr, daß sie Christen waren, ihr Vermögen an die Armen austeilten und die Leichen der Christen bestatteten, ließ er sie zu sich kommen und machte ihnen energischen Vorhalt. Als er merkte, wie sie standhaft Christus als Gott bekannten, die Götter aber als wertlose Gebilde der Dämonen hinstellten, ließ er sie mit Ruten schlagen. Doch nicht einmal durch die Schläge ließen sie sich bewegen, dem Standbild des Jupiter Verehrung zu erweisen, vielmehr verharrten sie fest im wahren Glauben. Darum wurden sie am 4. Meilenstein vor der Stadt enthauptet. Voll Staunen über solchen Heldenmut, bekannte sich Maximus, ein Kämmerer des Stadtpräfekten, der sie zur Hinrichtung geführt hatte, als Christ und mit ihm noch viele andere von den Untergebenen des Präfekten. Gleich darauf wurden sie alle mit Bleiruten geschlagen und wurden so aus Dienern des Teufels Märtyrer Christi. (9. Lesung)

Oration:

Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, verleihe uns, daß wir, die wir den festtag Deiner heiligen Märtyrer Tiburtius, Valerian und Maximus feiern, auch ihre Tugenden nachahmen; durch unsern Herrn.


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