Hl. Thomas v. Villanova, Bekenner

Der hl. Thomas von Villanova lebte im 15. und 16. Jh. in Spanien, er wurde von Papst Alexander VII. im Jahr 1658 heiliggesprochen. Sein Festtag ist der 22. September.

Lesungen:

Der alte Stich zeigt den Heiligen bei der Verteilung von Gaben an die Armen.Thomas wurde im Jahre 1488 zu Fuenlana in der Diözese Toledo in Spanien geboren. Von seinen guten Eltern erhielt er schon zu Beginn seines Lebens Sinn für Frömmigkeit und ein außerordentlich mitleidiges Herz gegen Arme mit. Schon als Knabe hat er das mehrfach bewiesen. Bekannt ist jedoch vor allem, daß er mehr als einmal seine eigenen Kleider auszog, um Nackte zu bekleiden. Nach Ablauf der Kinderjahre wurde er nach Alkala geschickt, um dort als Zögling im großen Seminar des hl. Ildephons den Wissenschaften sich zu widmen. Beim Tode seines Vaters wurde er heimgerufen; er bestimmte jedoch sein ganzes Erbe für den Unterhalt armer Mädchen und kehrte sofort wieder ins Seminar zurück. Nachdem er den theologischen Studiengang vollendet hatte, ragte er derart durch Gelehrsamkeit hervor, daß er an der gleichen Universität den Lehrstuhl besteigen mußte und in staunenswerter Weise Vorlesungen über philosophische und theologische Fragen hielt. Unterdessen flehte er ununterbrochen und inständig zu Gott um die Wissenschaft der Heiligen und um die rechte Lebensart. Auf Gottes Eingebung hin trat er dann in den Orden der Eremiten vom heiligen Augustinus ein. (4. Lesung)

Er machte Profeß und zeichnete sich nun durch alle Tugenden und Eigenschaften eines guten Ordensmannes aus, durch Demut, Geduld, Enthaltsamkeit und vor allem durch glühende Liebe zum Nächsten. Trotz seiner mannigfachen ununterbrochenen Arbeiten war sein Geist steht unverwandt ins Gebet und in die Betrachtung der göttlichen Wahrheiten versunken. Ob seiner hervorragenden Heiligkeit und Gelehrsamkeit mußte er das Predigtamt übernehmen; von der Gnade Gottes erleuchtet, führte er unzählige Menschen aus dem Schmutz des Lasters heraus auf den Weg des Heils. Dann wurde er auch mit der Leitung seiner Mitbrüder betraut. Mit Klugheit, Gerechtigkeit und Milde verband er einen ebenso großen Eifer und Strenge, so daß er die alte Zucht Seines Ordens in vielen Klöstern befestigen oder wiederherstellen konnte. (5. Lesung)

Er wurde zum Erzbischof von Granada ernannt, lehnte jedoch in seiner staunenswerten Demut dieses hohe Amt entschieden ab. Bald darauf mußte er aber im Gehorsam gegen seine Oberen die Leitung der Kirche von Valencia übernehmen. Etwa 11 Jahre verwaltete er sie und zeigte sich in allem als heiliger, wachsamer Hirt. Im übrigen veränderte er in keiner Weise seine gewohnten Lebensweise, ja er gab jetzt noch viel mehr seiner unstillbaren Liebe nach; die reichen Einkünfte seiner Kirche verteilte er an die Armen, für sich behielt er nicht einmal ein Bett. Denn das, auf dem er lag, als er in die Ewigkeit abberufen wurde, hatte er von dem Manne wieder geliehen, dem er es kurz zuvor an Stelle eines Almosens geschenkt hatte. Er entschlief im Herrn am 8. September, 68 Jahre alt. Die Heiligkeit seines Dieners wollte Gott schon zu Lebzeiten und dann auch nach seinem Tode durch Wunder bezeugen; so fand man den Speicher, der nach Verteilung des Getreides An die Armen vollständig leer gewesen, plötzlich wieder vollgefüllt; ferner erhielt an seinem Grabe ein toter Knabe das Leben wieder. Da er durch diese und noch viele andere Wunderzeichen glänzte, nahm ihn Papst Alexander VII. in die Zahl der Heiligen auf. (6. Lesung)

Kommemoration des hl. Mauritius und seiner Gefährten in der Thebäischen Legion:

Als Kaiser Marimian auf seinem Heereszug nach Gallien im Gebiet der Seduner Halt machte, um den Göttern zu opfern, trennte sich die thebäische Legion von den übrigen Truppen, um sich nicht durch die Teilnahme an dieser Götzenfeier zu beflecken. Darum schickte der Kaiser Soldaten zu ihnen, um ihnen in seinem Namen zu melden, wenn ihnen ihr Leben lieb wäre, sollten sie zur Opferfeier ins Lager kommen. Sie gaben zur Antwort, die christliche Religion verbiete ihnen das. Der Kaiser nahm ihre Antwort höchst ungnädig auf und geriet darob nur noch mehr in Zorn als vorher. Und so sandte er einen Teil seines Heeres gegen die Thebäer und ließ zunächst jeden zehnten Mann niederhauen. Vor allem von Mauritius aufgemuntert, zogen diese es vor, dieses Martyrium lieber auf sich zu nehmen, als dem Befehl des gottlosen Kaisers nachzukommen. Darauf ließ dieser auch alle übrigen Soldaten, die mit größter Standhaftigkeit Christus bekannten, vom ganzen Heere niedermetzeln; es war am 22. September. (9. Lesung)

Oration:

Gott, du hast den heiligen Bischof Thomas in hervorragender Weise mit der Tugend der Barmherzigkeit gegen die Armen geschmückt; wir bitten Dich, gieße auf seine Fürsprache hin huldvoll über alle, die zu Dir flehen, die Reichtümer deiner Erbarmung aus; durch unseren Herrn.


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