Mariä unbefleckte Empfängnis

Das Fest der unbefleckten Empfängnis wurde in der Kirche des Ostens ab dem 6. Jahrhundert gefeiert, im Abendland ist es ab dem 9. Jahrhundert nachweisbar, wurde jedoch erst im 15. Jahrhundert in Rom eingeführt. 1854 erklärte Papst Pius IX. anläßlich der Verkündigung des Dogmas den 8. Dezember zum gebotenen Feiertag.

Lesungen:

Predigt des hl. Priesters Hieronymus:

Wie Schön und erhaben die heilige, glorreiche, allzeit unversehrte Jungfrau Maria ist, wurde schon vom Engel in Gottes Auftrag geoffenbart mit den Worten: Sei gegrüßt, du Gnadenvolle; der Herr ist mit dir; du bist gebenedeit unter den Weibern. Es war ja auch recht und billig, daß diese Jungfrau mit Gnaden so ausgestattet wurde, daß sie voll der Gnade war, sie, die dem Himmel neue Herrlichkeit verlieh, die der Erde den Herrn und damit die Versöhnung schenkte, die den Völkern den Glauben, den Lastern das Ende, dem Leben die rechte Ordnung, den Sitten die Zucht brachte. Mit Recht wird sie die Gnadenvolle genannt; denn anderen wird nur ein Teil der Gnade verliehen, auf Maria aber hat sich die ganze Fülle der Gnade niedergelassen. Sie ist wirklich voll der Gnade; wohl lehrt uns der Glaube, daß auch in den heiligen Vätern und Propheten Gnade wohnte, jedoch nicht in dieser Fülle; auf Maria aber kam die ganze Fülle der Gnade herab, die in Christus ist, wenn auch in anderer Weise. Und deshalb sagte der Engel: Du bist gebenedeit unter den Weibern, d.h. mehr gebenedeit als alle Frauen. Darum hat auch allen Fluch, der durch Eva gekommen war, der Segen Marias weggenommen. Von ihr sagt Salomon im Hohelied, um sie zu loben: Komm, meine Taube, meine Makellose. Schon ist der Winter vorbei, der Regen hat aufgehört und ist vorüber. Und weiter: Komm vom Libanon, komm! Du sollst gekrönt werden. (4. Lesung)

Nicht mit Unrecht heißt es von ihr, daß sie vom Libanon kommen soll; denn Libanon bedeutet soviel wie Helligkeit. Sie glänzt ja durch viele Tugenden und Verdienste, sie leuchtet heller als der weiße Schnee infolge der Gaben des Heiligen Geistes. Auch die Einfalt der Tauben besaß sie in allem. Denn alles, was bei ihr geschah atmet Reinheit und Einfalt, alles war Wahrheit und Anmut, alles war Erbarmen und Gerechtigkeit, wie sie vom Himmel herabschaut. Sie war makellos, weil sie ganz unversehrt war. Sie hat nämlich ein männliches Wesen in ihrem Schoß umschlossen, wie der heilige Jeremias bezeugt; jedoch sie hat dieses nicht von einem anderen empfangen. Es wird der Herr, etwas Neues schaffen auf der Erde; ein Weib wird ein männliches Wesen umschließen. Es war wirklich etwas Neues, ein neues, alles Neue übertreffende Wunder, als Gott, den die Welt nicht fassen, den niemand sehen kann, wenn er noch leben will, als Gott in ihren Schoß einkehrte, ohne den leiblichen Zugang zu benützen. Er wurde von ihr getragen und der ganze Gott weilte dabei in ihrem Schoße. Er ging daraus hervor und trotzdem blieb die Pforte ganz und gar verschlossen, wie Ezechiel sagt. Darum heißt es auch im Hohelied von ihr: Ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle bist du; was von dir ausgeht, ist wie ein Paradies. Sie ist wirklich ein Garten der Wonne, in dem alle Arten von Blumen gepflanzt sind, in dem alle Tugenden ihren Duft verbreiten. Und verschlossen ist dieser Garten; es ist unmöglich, ihn zu entweihen, noch durch List oder Trug ihn zu verwüsten. Und eine Quelle ist Maria, eine Quelle, die versiegelt ist mit dem Siegel der ganzen Dreifaltigkeit. (5. Lesung)

Aus den Verordnungen des Papstes Pius XI.:

Den Triumph, den die jungfräuliche Gottesmutter bei ihrer Empfängnis über den furchtbaren Feind des menschlichen Geschlechtes errungen hat, auf den die Heilige Schrift, die ehrwürdige Überlieferung und die stete Überzeugung der Kirche, die einzigartige Übereinstimmung zwischen allen Bischöfen und Gläubigen, auch die feierlichen Dekrete und Verordnungen der Päpste schon wundervoll hingewiesen hatten, diesen Triumph wollte Papst Pius IX. auf die Bitten der ganzen Kirche hin kraft seiner höchsten und unfehlbaren Lehrvollmacht feierlich verkünden. Darum hat er am 8. Dezember des Jahres 1854 in der vatikanischen Basilika in Gegenwart einer ungemein großen Zahl von Kardinälen und Bischöfen der heiligen römischen Kirche, die selbst aus den entferntesten Ländern gekommen waren, und unter freudiger Zustimmung der ganzen Welt feierlich erklärt und entschieden: Der Glaubenssatz, daß die heilige Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund eines einzigartigen, von Gott ihr gewährten Vorrechtes von jeder Makel der Erbsünde rein bewahrt wurde, ist von Gott geoffenbart und muß deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden. (6. Lesung)

Oration:

Gott, Du hast durch die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Deinem Sohne eine würdige Wohnstätte bereitet; wir bitten Dich nun: Wie Du sie im Hinblick auf den Tod deines Sohnes im voraus vor aller Makel bewahrt hast, so laß auch uns durch ihre Fürsprache reinen Herzens zu Dir gelangen; durch denselben Herrn.


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