Officium Tenebrae

Veranstaltungsplakat
Veranstaltungsplakat

Das Palestrina Ensemble Berlin unter Leitung von Martin Kondziella lädt ein zum musikalischen Nachtgebet mit - unter anderem - „O vos omnes“ und „Incipit“ von Tomàs Luis de Victoria sowie dem Miserere von Gregorio Allegri, das durch die Legende, Wolfgang Amadeus Mozart habe es, nachdem er es in der Sixtinischen Kapelle gehört habe, aus dem Gedächtnis aufgeschrieben, unsterblich geworden ist.

Orte und Termine:

Samstag, 31. 3. 2012, 19.30 Uhr
Dominikanerkirche St. Paulus
Waldenserstr. 28, 10551 Berlin
Eintritt Frei, Spende erbeten

Palmsonntag, 1. 4. 2012, 15 Uhr
Weinbergkirche Dresden-Pillnitz

Karsamstag, 7. April 2012, 8.30 Uhr
St. Afra (Liturgische Aufführung)
Graunstr. 31, 13355 Berlin
Eintritt Frei, Spende erbeten

Zur Karmette

Klassischer Tenebrae-Leuchter
Klassischer Tenebrae-Leuchter

Die Karmette (auch Trauermette) ist eine Matutin, die morgens innerhalb der Karwoche gehalten wird. In dieser Form des liturgischen Stundengebets singt in der Regel eine Schola oder der Kantor im Wechsel mit der Gemeinde; alternativ singen die beiden Chorseiten abwechselnd. Dazu kommen mehrere längere Lesungen aus der Bibel und den Kirchenvätern.

Der Name Tenebrae (von lat. „Dunkelheit“, wörtlich „Schatten“)ergab sich aus dem Anfang des fünften Responsoriums des Karfreitag Tenebrae factae sunt, dum crucifixissent Jesum Judaei („Finsternis entstand, als die Juden Jesus kreuzigten“). Es handelt sich um eine Feier, die Teil des liturgischen Stundengebets ist und in der Nacht auf Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag als Matutin gefeiert wird. Die Feier findet in der dunklen, schmucklosen Kirche statt, um die Todesangst Jesu am Ölberg nachempfinden und das Geschehen der Passion reflektieren zu können.

Die Feier der Trauermetten ist durch die Zahl 3 geprägt: In drei aufeinanderfolgenden Nächten versammelt man sich zum Gesang der Mette, die aus je drei Nokturnen besteht. Jede Nokturn hat neben dem still gebeteten Vaterunser drei variable Elemente: Psalm, Lesung, Responsorium. Jedes dieser drei Elemente kam in jeder Nokturn dreimal vor: drei Psalmen, drei Lesungen und drei Responsorien. Zentral sind dabei die Lesungen aus dem Buch der Klagelieder.

Die Tenebrae sind vielfach vertont worden. Am bekanntesten sind dabei die Werke von Tómas Luis de Victoria. Auch das Miserere von Gregorio Allegri entstand für die Feier der Tenebrae als Vertonung des ersten Psalms der Laudes.

Traditionsgemäß befindet sich während der Karmette ein eigens für diesen Zweck geschaffener Leuchter auf dem Altar, der jeweils sieben ansteigend angeordnete Kerzen trägt und somit ein Dreieck bildet. Die 14 Kerzen gelten als Symbole für die elf Apostel und die drei Marien: Maria, Mutter des Jacobus, Maria Salome und Maria von Magdala.

Zusätzlich brennt noch eine weitere, meist größere Kerze in der Mitte als Symbol für Christus. Zu Beginn des Gottesdienstes sind alle Kerzen entzündet. Nach jedem Psalm wird eine Kerze gelöscht. Am Schluss der Liturgie verlöscht die Christus-Kerze.

Hinweis:

Terminlich passend hat ARTE vor wenigen Tagen einen sehens- und hörenswerten Beitrag über Tomàs Luis de Victoria gesendet. Er ist nach wie vor in der Mediathek von Arte zu sehen.


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